
Baiersbronn vor 150 Jahren |
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Das Hotel "Berghof" blickt auf eine lange und wechselhafte
Geschichte zurück, deren Ursprung und familiäre Wurzeln
in der Entwicklung des naheliegenden Gasthofs "Rose" in
der Zeit zwischen 1830 und 1958 zu finden sind. Im Jahr 1803 als
Privathaus gebaut, wurde 1830 dem damaligen Besitzer Bernhard Eberhard
die dingliche Wirtschaftsgerechtigkeit von Amtswegen zugesprochen.
Damit war er der erste Rosenwirt und gliederte bis 1839 dem Gasthof
neben einer ausgedehnten Landwirtschaft auch eine Brauerei und Brennerei
an und schuf damit die Grundlagen einer gedeihlichen Bewirtung und
Beherbergung, deren langfristig erfolgreicher Betrieb ihm selbst
aber in den schweren Zeiten damals leider nicht vergönnt war.
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Gasthof-Pension Rose mit Brauerei |
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Friedrich Gaiser und seine Frau Catharina |
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Mit dem Erwerb des "Rose"-Anwesens durch den von der
"Neumühle" stammenden Friedrich Gaiser im Jahre 1858
war eine Familientradition begründet, die ihre Bedeutung für
die Entwicklung von Baiersbronn bis in die Gegenwart nicht mehr
verlieren sollte. Friedrich Geiser führte die Geschicke der
"Rose" bis zu seinem Tod 1879 und danach seine Frau bis
zur Übergabe an den gemeinsamen Sohn Gustav im Jahr 1886. Mit
dem Erwerb eines Wohnhauses im Bildstöckle legte Gustav Gaiser
1893 den Grundstein für das später dort errichtete Hotel
"Berghof". Aber bis dahin sollte noch viel Zeit vergehen.
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Oben und links: Original - Baugenehmigung für Gewölbekeller
und Lagerhaus aus dem Jahre 1896

Innenansicht der katholischen Kirche
im Bildstöckle um 1943 |
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In den Jahren 1890 bis 1910 entstanden in Baiersbronn noch fünf
weitere Gasthaus-Brauereien. Dem Bedarf geschuldet ließ Gustav
Gaiser im Jahre 1896 auf seinem Anwesen im Bildstöckle aus
großen Sandsteinquadern die heute noch in gutem Zustand erhaltenen
Gewölbekeller und einige Schuppen errichten, die zur Bierlagerung
genutzt wurden. Mit der Entwicklung modernerer Kühl- und Lagertechniken
wurden die Bierkeller überflüssig und die Schuppen Ende
der 30er Jahre abgerissen. Auf dem danach verpachteten Grundstück
im Bildstöckle kam es 1942 zum Bau einer Kapelle für die
sich langsam entwickelnde Glaubensgemeinschaft der Katholiken in
Baiersbronn. Erst nach der Erstellung der neuen katholischen Kirche
im Pappelweg war dann der Weg für den "Berghof" endlich
frei.
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Cafe und Pension "Berghof" um 1960 (Bild links) und wenige
Jahre später aufgestockt |
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So entschloss sich die Familie um Gustav Gaiser 1959, gerade zwei
Jahre nach der Geburt der heutigen Besitzer Rüdiger und Evelin
Teske, die Kapelle abzureißen und an gleicher Stelle ein Cafe
mit 25 Gästebetten zu errichten, dessen Bewirtschaftung Sohn
Richard 1961 übernahm. Es dauerte nicht lange und der Betrieb
wurde erweitert und das Gebäude aufgestockt.
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Zeitungsbericht von der Einweihung des
neuen Kurhotels |
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Ein Blick in das neue Restaurant |
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Während sein Bruder Gustav III. die "Rose" 1965/66
nach Abriss komplett neu aufbaute, errichtete Richard mit seiner
Frau Dörthe, die ihm ab 1969 zur Seite stand, auf den Grundmauern
der alten Gewölbekeller 1977 den Neubau des Kurhotels. Damit
war der "Berghof" in seiner heutigen Form erstellt und
wurde mit dem wirtschaftlichen Geschick der Eheleute zu ansehnlichem
Erfolg geführt.
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Richard und Dörthe Gaiser nehmen die
Glückwünsche zur Eröffnung entgegen |
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Gemeinsame Werbung der Brüder Gaiser
für "Rose" und "Berghof" |
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Nach dem viel zu frühen Tod von Richard Gaiser im Jahr 1997
führte seine Frau Dörthe den "Berghof" unter
Mithilfe der gemeinsamen Söhne Marc und Tim weiter, bis sie
im Jahre 2005 die Zeit gekommen sah, "ihren Berghof" in
"fremde Hände" zu geben und damit einen völlig
neuen Stamm von Familientradition zu begründen.
In Respekt und Dankbarkeit gegenüber den Leistungen von Richard
und Dörthe Gaiser wollen wir in ihrem Sinne dem Wohlbefinden
der Gäste im "Berghof" dienen und unsere ganze Kraft
dafür einsetzen, dem Haus auch in Zukunft den ihm zustehenden
Platz in der Gemeinde Baiersbronn zu sichern.
Rüdiger, Evelin und Andreas Teske
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